Der erste Monat des Jahres 2026 ist schon fast vorbei – einen Haushalt für das Jahr 2026 hat die Stadt Krefeld noch nicht. Die Krefelder GroKo hat angekündigt, gemeinsam einen Haushalt verabschieden zu wollen, hierfür jedoch eine Haushaltssicherung zu beantragen, die ohnehin verpflichtend auf Krefeld zukommt.
Die Ratsgruppe LUKS beantragt deswegen im Finanzausschuss am fünften Februar einen „Klimahaushalt“.
Ratsfrau und Klimaaktivistin Björna Althoff erläutert: „Die Klimakrise eskaliert, die Wahrscheinlichkeit für das Überschreiten von Kipppunkten im Klimasystem nimmt immer weiter zu. Die Finanzierung von dringend notwendiger Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen wird jedoch gerne als Nice-To-Have gesehen und fällt schnell hinten rüber, insbesondere bei einem engen Finanzrahmen in der Haushaltssicherung. Das können wir uns im Jahr 2026 einfach nicht mehr leisten. Viele Klimaschutzmaßnahmen wie Erneuerbare Energie oder Sanierungen rentieren sich außerdem“
Ihr Ratskollege Marcus Lamprecht ergänzt: „Der Staatsgerichtshof Bremen klargestellt im Rahmen einer Beurteilung des Haushalts des Stadtstaates Bremen. Der Klimawandel habe sich zu einer Klimakrise zugespitzt und rechtfertige eine Notsituation, in welcher Kredite auch über die Schuldenbremse hinweg zur Krisenfinanzierung aufgenommen werden dürfen. Das ist ein extrem wichtiges Urteil, denn die deutschen Kommunen stecken in einer tiefen Finanzkrise mit einem Rekorddefizit. Dies trifft auch auf Krefeld zu. Dennoch brauchen wir dringend die Finanzierung von Klimaschutz vor Ort. Wir stellen daher einen Antrag, der die Verwaltung auffordert, mit der Bezirksregierung zu klären, dass der Kreditrahmen der Haushaltssicherung für Klimaschutzmaßnahmen überschritten werden darf.“
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